Mangelernährung

Mangelernährung wird von vielen als Dritte-Welt-Problem angesehen. Doch tatsächlich gibt es auch in Industrieländern mangelernährte Menschen.

 

Denn Mangelernährung tritt in zwei verschiedenen Formen auf:

 1.  Wird zu wenig Nahrung aufgenommen, kommt es natürlicherweise zu einem Gewichtsverlust. Der Körper muss seine eigenen Reserven angreifen, um das Überleben zu sichern. Bei dieser Art der Mangelernährung fehlt dem Betroffenen Energie. Man spricht auch von einer quantitativen Mangelernährung.

 2.  Menschen, die zwar ausrechend, aber das Falsche essen, versorgen ihren Körper nur unzureichend Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. In diesem Fall tritt ein Mangel an Mikronährstoffen auf. Diese Art der Mangelernährung wird auch als qualitative Mangelernährung bezeichnet.

 

Die Gründe für die Entstehung einer Mangelernährung können vielfältig sein:

 

  • zu geringe Nährstoffzufuhr aufgrund von falscher oder zu wenig Nahrung

     

  • In besonderen Lebenssituationen, wie beispielsweise während der Genesungszeit nach Krankheiten, im Alter oder bei körperliche Anstrengung, tritt ein erhöhter Nährstoffbedarf auf

     

  • Bei schlechte Verwertung von Nährstoffen wird die Nahrung vom Körper nicht optimal aufgenommen, beispielweise aufgrund von Erkrankungen des Verdauungstrakts

 

Mangelernährung und Erkrankungen stehen in engem Zusammenhang und beeinflussen sich gegenseitig. So kann eine Mangelernährung als Folge einer Krankheit auftreten aber auch den Verlauf einer Erkrankung negativ beeinflussen.

 

Unbehandelt können beide Arten der Mangelernährung negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Die Folgen sind vermehrte gesundheitliche Probleme, Komplikationen im Krankheitsfall, eine verschlechterte Lebensqualität und ein höheres Sterblichkeitsrisiko. Betroffene Personen erholen sich nur langsam von Krankheiten und Operationen, brauchen intensivere Pflege und haben eine längere Spitalsaufenthaltszeit. Aufgrund des geschwächten Immunsystems kann es vermehrt zu Infektionen kommen und auch die Wundheilung geht deutlich langsamer voran. Die Muskelkraft lässt allmählich nach, was zu Problemen der Herz- und Atemleistung führen kann.